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Memoriam-Anzeigen

Gedenkanzeigen finden
immer häufiger Verbreitung
Immer häufiger gedenken Angehörige Ihren Verstorbenen mit einer Gedenkanzeige bzw. einer Memoriam-Anzeige, wenn sich Todes- oder Geburtstag jähren. Oft sind die Texte sehr persönlich und man spürt darin die Wertschätzung, Liebe und den Verlust der Hinterbliebenen. Wird dem Todestag gedacht, findet man beispielsweise Zeilen wie diese

"Nun bist Du schon drei Jahre nicht mehr bei uns, und doch gibt es keinen Tag, an dem wir nicht an Dich denken!"

Auch ein Gedenken an den Geburtstag findet sich immer häufiger:

"Dankbar erinnern wir uns an unseren Großvater, der heute 100 Jahre geworden wäre. Opa, wir vermissen Dich!“

Während Traueranzeigen zwischen Tod und Beerdigung oft in großer Hektik verfasst werden, sind Gedenkanzeigen in den Folgejahren häufig stiller und persönlicher. In Memoriamanzeigen herrscht entsprechend die vertraute Anrede, das persönliche Du, vor. Statt Vor- und Nachnamen zu nennen, heißt es Mama, Papa, Schatz. Manche Hinterbliebene nennen weder ihren Namen noch den Namen des Verstorbenen.

Nach dem Organisationsaufwand der Bestattung, bleibt nur die Trauer und der Wunsch diese zu teilen zurück. Denn für viele Angehörige ist es das Schlimmste, ihre Liebe dem Verstorbenen nicht mehr zeigen zu können. Auch dem Tod einen Sinn abzuringen: diesen Kampf spiegeln viele Gedenkanzeigen.